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Entwickler leben in
ihrer eigenen Welt.
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Natürlich muss die Kommunikation mit dem Benutzer des Produkts funktionieren. Bei sehr
innovativen Produkten steht jedoch oft ganz andere Kommunikationsprobleme im Vordergrund -
zwischen Entwickler und Autor der Produktunterlagen. Das beginnt bei der introvertierten, voll auf
die Aufgabe konzentrierten Persönlichkeit manches Entwicklers und endet bei einer völlig neuen
Begriffswelt, die für das Produkt geschaffen werden muss.
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Gespräche unter
Ingenieuren
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In solchen Fällen muss der technische Redakteur mehr beherrschen als nur sein eigenes
Fachgebiet. Er braucht zusätzlich tiefe Einblicke in die große Welt der Entwickler. Gerade in der
Schlussphase eines Projektes liegen die Nerven blank und dann soll der Entwickler den ganzen
Kram auch noch einem Laien erklären? Hier sind beim technischen Redakteur
Einfühlungsvermögen und breites technisches Hintergrundwissen gefordert.
Oft muss die Funktion erst aus der Entwicklungsgeschichte des Produkts extrahiert werden.
Regelmäßig lassen sich z.B. die Bezeichnungen von Teilen nur noch historisch begründen, denn
im Lauf der Entwicklung änderte sich deren Funktion drastisch.
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"Das kriege ich schon
selber zusammen..."
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Wer selbst als Entwickler arbeitete und für die CeBIT ein Projekt abschließen musste, kennt die
Probleme aus eigener Erfahrung. Und wer sich sowohl unter einem "Vierquadranten-Regler" als
auch unter einer "Objektklasse" oder "EMV" etwas vorstellen kann, kann sich so manches
selber
zusammenreimen. Das ist oft bitter nötig, weil Entwickler sehr viele Zusammenhänge nur noch im
Unterbewusstsein verwenden und kaum je zu Papier bringen.
In der Redaktionskonferenz führt das dann zu Aussagen wie: "Das stimmt zwar, aber wer hat
Ihnen das denn so erklärt?" "Ist doch logisch, wie sollte es denn sonst sein!"
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Eigene innovative
Lösungen
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Wie kombiniert man aber diesen Entwicklerhintergrund mit eineinhalb Jahrzehnten Berufspraxis in
der technischen Dokumentation? Indem man selbst immer wieder innovative Lösungen schafft und
so die eigene Technikfaszination auslebt - vom Amateurfunk seit 1972 (Rufzeichen DL4NO) über
diverse Eigenbau-Rechner ab 1977 und einer Mailbox seit 1987 bis zum objektorientierten
Autorensysten für Cross-media Publishing heute.
Damit pflege ich z.B. meine eigene Website:
Etwa 170
HTML-Seiten sind mit mehr als 1300 Links verbunden. Das Ergebnis ist ein zu wesentlichen Teilen
automatisch erzeugtes Online-System mit direkten Pfaden zur gesuchten Information. Auch ein
elektronischer Tagungsband für eine Fachtagung
entstand auf diesem Weg: 128 HTML-Seiten mit 775 Links und 68 eingebetteten PDF-Dokumenten.
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Fachjournalismus als
Kür
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Eine spezielle Herausforderung ist, solche Informationen auch einem breiteren Fachpublikum
zugänglich zu machen. Artikel in
Fachzeitschriften
zwingen dazu, innerhalb eines sehr begrenzten Raums auf den
Punkt zu kommen und dabei auch noch einen leichten, angenehm lesbaren Stil zu pflegen.
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Know-how
weitergeben
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Und wie passt hier noch Beratung hinein? Einmal gehört das Aufbereiten von Informationen zum
normalen Handwerkszeug. Erfahrung als Hintergrund für Fachberatung oder auch Vorträge
sammelte sich im Lauf von 15 Berufsjahren mit intensiver Weiterbildung genug an.
Die zahlreichen Einladungen zu Vorträgen, Workshops usw. lassen darauf schließen, dass die
Teilnehmer regelmäßig etwas mitnehmen. Auch die angehenden Kollegen kommen nicht zu kurz
durch meinen Lehrauftrag an der Fachhochschule Ansbach.
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